Seifchen „Marokko“
Bereits seit einigen Wochen wartete eine kleine Flasche feinstes Bio-Arganöl auf seine Verseifung. Ideen hatte ich in der Zwischenzeit viele und genauso viele habe ich auch wieder verworfen.

Etwas geometrisch und etwas goldig … so war meine Vorstellung. Geometrisch wegen der wunderschönen marokkanischen Muster, die ich seit meinem Marokko-Urlaub vor vielen vielen Jahren immer wieder gerne bewundere. Goldig als Assoziation zum Arganöl, dem marokkanischen Gold.
Und dann plötzlich war die eine – die ultimative – Idee da. Das Ergebnis ist mein Seifchen „Marokko“, das ganz wunderbar zart nach Orangen, Sandelholz und Zeder duftet.
Angaben zur Seife:
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- Rezept „Edles.Marokko“: natives Kokosfett, Bio-Olive, Sonnenblume HO, Bio-Arganöl, Rizinusöl (GFM 350g) – ÜF 9%
- Zusätzlich Meersalz, Zucker und Tussah-Seide
- Rezept „Edles.Marokko“
- Duft: ÄÖ Orangenblüte naturident., Sandelholz und Zeder
- Farbe: Seife ungefärbt – Zierrahmen: Pure Gold Perlglanzpigment
- Form: Eigenbau – Kantenlänge des regelmäßigen Sechseck 3,5 cm.
- Siededatum: 17. September 2015
Die Idee zur Gestaltung der Seife „Marokko“:
Beim Surfen im Internet bin ich vor kurzem über den Pouf Five von Muuto gestolpert, dessen fünfeckige Form und Machart – obwohl relativ einfach – mich sofort in ihren Bann gezogen haben. Meist ist es das Schlichte, dass mich wahrhaftig fasziniert. So auch in diesem Fall. Infolge habe ich versucht, das Muster – die Steppnähte des Poufs – auf eine Seife zu übertragen. Das gelingt ganz einfach mit Zahnstocher und Lineal. Mit einem scharfen, glatten Messer wird abschließend der durchs Ritzen entstandene Überstand entfernt.
Der Goldrahmen:
Auf Basis dieser Idee ist die Verzierung meines Seifchens „Marokko“ entstanden. Nach dem Ritzen habe ich etwas Goldmica mit Alkohol gemischt und diesen in die Ritzen gepinselt, mit dem Seifenhobel (Manske) eine ganz dünne Schicht abgehobelt, damit die überschüssige Farbe entfernt wird – et voilà, schon hatte „Marokko“ ihren feinen, edlen Goldrahmen.
Das Glycerinmuster des Randstücks:
Beim Randstück ist ein Muster aus Resten der Glycerinhülle von „Orangengold“ aufgebracht. Die Idee und Vorgehensweise habe ich von Tatsiana (Steso) übernommen. Also, Glycerinmuster mit Alkohol besprühen, auf Seife aufbringen, beschweren und trocknen lassen. Das Muster hält gut.
Seifchen „Orangengold“
Ursprünglich wollte ich dieser Seife den Namen „Rosengold“ geben, aber dafür ist sie einerseits zu wenig rosig und andererseits dominiert der Orangenduft, die Rose ist nur als schwacher Unterton wahrnehmbar.

Die Seife hat eine Hülle aus Glycerinseife. Sehr gute Tutorials zum Ummanteln von Seifen mit Transparentseife finden sich bei Lidiya (Saponeta) und Tatsiana (Steso). Äußerst sehenswerte Beispiele dieser Technik gibt es bei Olga (Magic Soap by Kudesnitsa) zu bewundern.
Angaben zur Seife „Orangengold“:
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Bio-Olive, natives Kokosfett, Schmalz, Reiskeim, Kakaobutter und Rizinusöl (GFM 300 g) – ÜF 9%
- Zusätzlich Meersalz, Zucker
- Duft: PÖ English Rose (GF), ÄÖ Geranium, PÖ Orange Touch
- Farbe: etwas TiO2
- Farbe Hülle: Aurus Glitter
- Form: Eigenbau – Kantenlänge des regelmäßigen Sechseck 3,5 cm.
- Siededatum: 18. September 2015
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Hinweis: Dieser Blogartikel wurde nach Umstellung der Blog-Software Anfang 2019 manuell übernommen.






